Offener Brief zum Welt-Autismus-Tag 2013

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Wir sind Menschen

Es begann im Dezember mit der Berichterstattung über den Amoklauf in Newtown, die dazu führte, dass viele Autisten laut wurden, um sich Gehör zu verschaffen. Seither taucht „Autismus“ oder „autistisch sein“ immer wieder in einem völlig falschen Kontext auf.

In letzter Zeit nimmt es überhand, dass Politiker, Journalisten und Wirtschaftsbosse den Begriff Autismus missbrauchen, ohne darüber nachzudenken, welches falsche Bild dadurch von Autismus geprägt wird. Leider taucht der Begriff „autistisch“ meist im negativen Kontext auf, was ein Bemühen vieler Menschen, Autismus in der Gesellschaft bekannter zu machen, zunichte macht. Betroffenen Menschen werden auf Grund solch schlecht recherchierter, diskriminierender und unüberlegter Aussagen mehr Vorurteile entgegen gebracht und es werden ihnen Eigenschaften zugesprochen, die mit dem, was Autismus ist, nichts mehr gemein haben.

Autisten sind Menschen mit ein paar besonderen Eigenschaften, die für die Allgemeinheit eine Bereicherung darstellen können, sofern sich diese auf sie einlässt. Autisten sind dabei so verschieden, wie Menschen eben verschieden sind. Sie haben unterschiedliche Stärken, Schwächen, Begabungen und Interessen. Sie haben Gefühle, lieben ihre Familien und ihre Freunde. Und sie möchten geachtet und respektiert sein wie jeder andere Mensch auch. Autisten leiden in der Regel nicht an ihrem Autismus, sondern an der Intoleranz und der fehlenden Akzeptanz ihres Umfeldes. Ja, Autisten haben Gefühle, manchmal sogar intensiver als andere. Sie können sie nur oft nicht ausdrücken. Manche Autisten zeigen ihr Innenleben reduzierter als andere. Autisten fällt kognitive Empathie oft schwer, also das reine Lesen der Gefühle anderer anhand nonverbaler Signale. Wenn sie jedoch wissen, wie sich das Gegenüber fühlt, zum Beispiel, weil es klar formuliert wurde, ist emotionale Empathie, also das Mitfühlen, meist kein Problem. Zusammen kann es den Eindruck erwecken, dass Autisten weniger empathisch seien oder nicht an ihren Mitmenschen interessiert. Aber das ist in den meisten Fällen so nicht richtig und es verletzt Autisten oft gleichermaßen wie Nicht-Autisten, von einer Gesellschaft ausgegrenzt zu werden.

Daher ist eine breite Aufklärung über Autismus wichtig. Dazu gehört, dass man über uns in der Presse gut recherchiert berichtet und die Begrifflichkeit korrekt anwendet. Helfen Sie uns, über Autismus aufzuklären. Unser Ziel ist es, dass wir miteinander reden statt übereinander. Dass Psychiater, Psychologen, Kinderärzte, Therapeuten, Medienverantwortliche, Politiker und viele andere Menschen, die mit Autisten arbeiten oder über sie „urteilen“, sich einmal mit der Sichtweise der Autisten auseinandersetzen und davon profitieren.

Es wird Zeit, dass man endlich anfängt mit uns zu reden und nicht nur über uns.

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Offener Brief von der Protestaktion zum Weltautismustag gegen die Verwendung des Wortes „Autismus“ im Zusammenhang von Politik, Wirtschaft und Amokläufen
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Erklärung von Aspies e.V. zum Welt-Autismustag: Gegen diskriminierende Darstellungen von Autisten in den Medien

Belgischer Fernsehspot zum Welt-Autismus-Tag

Ungefähre Übersetzung:

In unserer Medienkampagne Autismus „So nah und doch so weit weg“ stehen die Beziehungen zwischen Menschen mit und ohne Autismus im Mittelpunkt. Selbst wenn wir uns so nahe sind, der Abstand zwischen Menschen mit und ohne Autismus scheint oft schwierig zu überbrücken. Wollen Sie Menschen mit Autismus verstehen, dann benötigen Sie nur ein wenig mehr Aufwand. „Etwas mehr“  Zeit, Energie, Aufwand, Empathie, Kreativität … aber es lohnt sich absolut!

Veranstaltung am 21.04.2012 zum Welt-Autismus-Tag in Bonn

Am 21.04.2012 findet in der Johannesschule in Bonn zum vierten Mal eine Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag statt.

Einlass: 9 Uhr
Beginn: 10 Uhr
Ende: 17 Uhr
Ort: Johannesschule, Rehfuesstr. 38, 53115 Bonn
Veranstalter: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
Eintritt: frei
Um eine unverbindliche Anmeldung per Mail wird aus organisatorischen Gründen gebeten.
AutistInnen und ihren BegleiterInnen kann auf Wunsch ein Platz in der Nähe der Bühne reserviert werden.

Das Programm der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Flyer:

Flyer WAT 2012 Seite 1
Flyer WAT 2012 Seite 2

Bilder und Worte zum Welt-Autismus-Tag 2011 in Bonn

Das neue Logo zum Welt-Autismus-Tag

Foto: I.Ziffus

Veranstaltungsort des Welt-Autismus-Tages 2011 war zum dritten Mal die Johannesschule in Bonn.

Foto: I. Ziffus

Den Anfang machte wie in den Jahren zuvor das Orchester der Johannesschule unter der Leitung von Herrn Udo Seehausen.

Danach hieß der Schulleiter, Herrn Scherer, die Besucher der Veranstaltung willkommen und erzählte von einem nicht alltäglichen Schulaufnahmegespräch mit einem autistischen Jungen.

Foto: R.Rudolph

Es folgte ein kurzer Begrüßungsvortag von Sabine Kiefner mit den Gedanken  einer Asperger-Autistin über  Sinn und Ziele des Welt-Autismus-Tages

Zitat: „Häufig wird in Fachkreisen zwar über autistische Menschen gesprochen, aber viel zu wenig mit ihnen. Ich wünsche mir, dass wir –  die Menschen mit Autismus –  in der Zukunft mehr einbezogen werden in Entscheidungen, die uns und unseren Alltag betreffen.“

Foto: I.Ziffus

und die Präsentation des neuen Logos zum Welt-Autismus-Tag, welches von dem Maler Fridhelm Schauerte entworfen wurde.

Foto: I.Ziffus

Danach gab es einen Blumenstrauß, der von Judith Braun, der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins „Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“ nach einigen Worten des Veranstalters und Vorsitzenden des Vereins, Herrn Peter Schumacher, an Frau Kiefner überreicht wurde.

Foto: I.Ziffus
Foto: I. Ziffus

Der erste Vortag wurde gehalten von Professor Dr. Peter Roedler zum Thema:  „Zur Bedeutung des pädagogischen Blicks auf den Autismus“.

Nach einer einstündigen Mittagspause folgten vier Arbeitsgruppen mit folgenden Themen:

  • Prof. Dr. Peter Roedler – Was bedeutet Inklusion heute?
  • Sabine Kiefner – Das Asperger-Syndrom bei Mädchen und Frauen
  • Udo Seehausen –  Musiktherapie bei Menschen mit ASS
  • Herr Thiel – Hundetherapie bei Menschen mit ASS
Foto: R. Rudolph
Foto: I. Ziffus

Um 17 Uhr las Axel Brauns aus seinem Buch „Buntschatten und Fledermäuse“ und beantwortete im Anschluss daran Fragen aus dem Publikum.

Foto: I.Ziffus

Für Interessierte gab es wie in den vergangenen Jahren auch einen Bücherstand mit Fachliteratur rund um das Thema „Autismus“ und mit zahlreichen Büchern für Kinder.

Vielen Dank an Herrn Ziffus und Herrn Rudolph für die Bereitstellung der Fotos.

Für die TeilnehmerInnen meines Workshops „Asperger-Syndrom bei Frauen und Mädchen“, aber selbstverständlich auch für alle anderen Interessierten stelle ich hier meine PPP-Datei zur Verfügung:

Vortrag zum WAT 2011 „Das Asperger-Syndrom bei Mädchen und Frauen“

Leben in einer eigenen Welt

Anlässlich des Welt-Autismus-Tages gab es in der Lokalzeit Köln (WDR) einen Beitrag über eine Kölner Familie mit zwei autistischen Mädchen:

Leben in einer eigenen Welt 

Gut, dass einmal autistische Mädchen gezeigt wurden, sind es in der Regel doch die Jungen, über die berichtet wird, wenn es um das Thema Autismus geht, was den Eindruck erweckt, es handele sich bei den Autismus-Spektrum-Störungen um eine Entwicklungsstörung, die lediglich Jungen und Männer betrifft.

Das Verhältnis liegt nach offiziellen Angaben bei 4:1. Ich glaube aber, dass es viel mehr Mädchen und Frauen mit Autismus gibt, diese aber viel seltener diagnostiziert werden.

Ich habe zu diesem Thema in meinem anderen Blog einmal einen Beitrag geschrieben unter dem Titel:

Diagnose des Asperger-Syndroms bei Mädchen und Frauen

Autismus verstehen – Erfahrungen aus Schule, Studium, Beruf und Partnerschaft

Am 08. April 2011 hält Dr. Peter Schmidt anlässlich des Welt-Autismus-Tages in Walsrode einen Vortrag unter dem Titel

„Autismus verstehen – Erfahrungen aus Schule, Studium, Beruf und Partnerschaft“.

„Dr. Peter Schmidt erzählt und analysiert heitere, ernste und tiefsinnige Geschichten aus seinem Leben. So wird auf unterhaltsame Weise deutlich, wie sich Autismus äußert und wie man damit umgehen kann.“

Beginn: 18 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthalle Walsrode, Robert-Koch-Str. 1, 29664 Walsrode
Veranstalter: einzigartig-eigenartig e.V.
Eintritt: 3 Euro (für Mitglieder frei)

Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der Webseite des Vereins
einzigartig-eigenartig e.V.

Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag 2011

Zum 3. Mal in Folge findet am 02.04.2011 in der Johannesschule in Bonn
eine Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag statt.

Veranstalter: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
Projektleiter: Peter Schumacher
Veranstaltungsort: Johannesschule Bonn, Rehfuesstrasse 38, 53115 Bonn
Beginn: 11.30 Uhr
Einlass: 11 Uhr

Referenten:

  • Axel Brauns – Lesung aus seinem autobiografischen Roman „Buntschatten und Fledermäuse“
  • Prof. Dr. Peter Rödler – Zur Bedeutung des pädagogischen Blicks auf den Autismus
  • Sabine Kiefner – Das Asperger-Syndrom bei Frauen
  • Udo Seehausen – Musiktherapie bei Menschen mit ASS
  • Herr Thiel – Hundetherapie bei Menschen mit ASS

Zur Eröffnung der Veranstaltung spielt das Schulorchester der Johannesschule.

Der Eintritt ist frei.
Für autistische Menschen und ihre Betreuer wird auf Anfrage ein Platz  in der Nähe der Bühne reserviert. 

Das komplette Programm kann auf der Webseite des Vereins
„Leben mit Autismus bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“
als PDF-Datei heruntergeladen werden.

(Meine) Wünsche zum Welt-Autismus-Tag

  • Eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über Autismus für ein besseres Verständnis und mehr Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft

  • Vermeidung vom Missbrauch des Wortes „Autismus“ in den Medien

  • Schnelle und unbürokratische Hilfe, die sich am persönlichen Bedarf autistischer Menschen orientiert

  • Flächendeckende Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten ohne lange Wartezeiten sowohl für Kinder als auch für Erwachsene

  • Umfassende Integration autistischer Kinder in das Regelschulsystem, deren Umsetzung nicht nur auf dem Papier steht

  • Eine bessere Unterstützung der Familien (viele Eltern oder Familienangehörige fühlen sich mit der Diagnose Autismus und den daraus entstehenden Problemen im Alltag alleine gelassen)

Zwei ganz persönlichen Wünsche:

  • Autistin sein zu dürfen, ohne den Zwang, sich permanent anpassen zu müssen, nur um nicht aufzufallen und akzeptiert zu werden

  • dass meinem Sohn endlich geholfen wird, er die Unterstützung bekommt, die er so dringend braucht und eine Schule besuchen kann, in der er gefördert und angenommen wird – so, wie er ist.

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Wer sich mit seinen ganz eigenen Wünschen beteiligen möchte, kann dies gerne mit einem Kommentar zu diesem Beitrag tun.
Ich freue mich über jeden Gedanken zum Welt-Autismus-Tag.

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An dieser Stelle möchte  ich noch auf einige Artikel anläßlich des Welt-Autismus-Tages aufmerksam machen:

2. April ist Welt-Autismus-Tag – myHandycap.de
Ein Autist forscht mit 3000 Wissenschaftlern – shz
Leben in einer Welt, die man nicht begreift – Passauer Neue Presse
Eine Annäherung an den Autismus – swissinfo.ch

Wir melden uns zu Wort am UN – Weltautismustag 2010

Eine Aktion des Vereins „Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“ zur Informationsveranstaltung am 20. März 2010 in der Johannes-Schule in Bonn anlässlich des Welt-Autismus-Tages.

Am 20. März findet in Bonn eine Informationsveranstaltung anläßlich des Weltautismustages 2010 der Vereinten Nationen statt. Diesen Rahmen wollen wir Eltern von den Bonner Elternselbsthilfegruppen nutzen, um der Öffentlichkeit eine Vorstellung zu vermitteln, was bei uns im Lande in die Wege geleitet werden kann und soll, um die Chancen für eine gelungene Integration autistischer Menschen zu verbessern. Denn vielfach fehlt es nicht an gutem Willen, sondern an einer Vorstellung davon, mit welchen Maßnahmen notwendige Hilfe gegeben werden kann.

Um besser einschätzen zu können, welche der ausgewählten Anregungen bzw. Forderungen eine Basis in der Elternschaft haben, bitten wir Sie, sich einige Minuten Zeit zu nehmen, um zu überlegen, welchem der folgenden Aufrufe Sie sich ansschließen wollen. Danach schicken Sie uns Ihre Antworten bitte per Druck auf die Taste „Meine Aufrufe abschicken“. Diese Gelegenheit besteht noch bis zum 18. März 2010. Bite informieren Sie auch Ihre Bekannten, insbesondere Eltern von autistischen Kindern über diese Aktion !

Quelle: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V. – Wir melden uns zu Wort

Aufruf zum Welt-Autismus-Tag 02.04.2010

Aufruf zum Welt-Autismus-Tag am 02.April

 

Der Verein Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
ruft alle Betroffene, Angehörige, Vereine, Selbsthilfegruppen, Freunde dazu auf, diesen Informationstag wie nie zuvor in Deutschland zu nutzen.

Gehen wir an diesem Tag von 14.00 – 16.00 Uhr jeder für sich, aber doch gemeinsam in unsere Städte und informieren wir die Bürger über Autismus.
Machen wir die Bevölkerung auf unsere Probleme aufmerksam.

Stellt euere Organisationen vor und verteilt die von uns auf der Homepage
eingestellten Informationsblätter (www.lebenmitautismus.de).

Alle die an dieser Aktion teilnehmen, melden sich bitte vorab per email bei uns an,
so dass alle wissen wer und wo an diesem Tag über Autismus informiert.
Wir werden alle Teilnehmer auf unserer Homepage veröffentlichen und auch
die Presse schon im Vorfeld über unsere Aktion in Kenntnis setzen.

Nur durch Information können wir die Bevölkerung über Autismus aufklären
und auf unsere Probleme aufmerksam machen.
Helft mit, die Situation der autistischen Menschen in unserem Land zu verbessern.

Quelle:  Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.

Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag 2010

 
Auch in diesem Jahr findet in der Johannesschule in Bonn anlässlich des Welt-Autismus-Tages wieder ein Informationsabend mit vielen interessanten Beiträgen rund um das Thema „Autismus“ statt.

Ausgerichtet wird diese Veranstaltung von dem Verein
„Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“ 
unter der Leitung von Herrn Peter Schumacher.

 

Termin: Samstag, 20. März 2010
Beginn: 17 Uhr
Der Eintritt ist frei.

 

Als Referenten sind u.a. vorgesehen:

Maria Kaminski
Vorsitzende von autismus Deutschland e.V.

Jochen Welker
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Ute Gagaridis
Gründerin der Selbsthilfegruppe  „Besonders Anders“
für Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom
Vortrag: Erfahrungen zur Elternselbsthilfe

Udo Seehausen
Leiter des Eichhoforchesters

Vortrag: Musiktherapie für Menschen mit ASS

Im Anschluss an die Vorträge findet eine Podiumsdiskussion statt zu Notwendikgeiten für die Ausgestaltung des Schulwesens unter Berücksichtigung der besonderen Belange von autistischen Schülern.
Neben anderen wird Bea Küpperfahrenberg, NRW-Landeskoordinatorin Autismus und Schule und Sabine Kiefner, Mutter und Betreiberin der Webseite Meine Welt ist anders , daran teilnehmen.
Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Judith Braun, 2. Vorsitzende des Vereins Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.

 Weitere Informationen sind der Homepage des Vereins
„Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“
 
zu entnehmen.

Zum Welt-Autismus-Tag

Es ist nicht viel, was man bei Recherchen im Internet oder in der Presse zum Welt-Autismus-Tag in Deutschland findet. Glücklicherweise war die Veranstaltung in Bonn gestern Abend sehr gut besucht.

Hier geht mein Dank an Herrn Peter Schumacher, Leiter der Selbsthilfegruppe frühkindlicher Autismus und Initiator der diesjährigen Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag in der Johannesschule in Bonn. Und natürlich auch an Herrn Scherer, den Leiter der Johannesschule, der die Räumlichkeiten für diesen Tag zur Verfügung gestellt hat.

Der Abend bot eine interessante Mischung von Informationen zum Thema Autismus, angefangen von einem musikalischen Beitrag von SchülerInnen der Johannesschule, Vorträge  über

  • Diagnose und Therapiemöglichkeiten von Herrn Lechmann, dem Leiter des ATZ Köln-Bonn
  • die Selbsthilfegruppe erwachsener Menschen mit Autismus
  • die Situation von Geschwisterkindern, geschildert von einer betroffenen Schülerin
  • die Beschulung autistischer Kinder von der Autismusfachberaterin der Stadt Bonn, Frau Salchow
  • Möglichkeiten der Vernetzung betroffener Eltern von der Mutter eines autistischen Kindes
  • die Arbeit einer Schulbegleitung für autistische Kinder von einer Fachkraft
  • Autismus aus der Sicht eines betroffenen Schülers, vorgetragen von seiner Stützerin
  • das Bild des Kunstmalers Fridhelm Schauerte, der eines seiner Bilder der SHG frühkindlicher Autismus zur Verfügung gestellt hat

bis hin zur Übergabe eines Schecks in Höhe von 1.500 Euro zugunsten zweier vollstationärer Wohneinrichtungen für autistische Menschen, dem Haus Hommeln und dem Haus Combüchen..

Am Ende eines langen, interessanten Abends versprach Herr Schumacher, dass es auch im nächsten Jahr eine Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag geben wird.

Abschließend möchte ich aber auch noch auf einen Beitrag des rbb-online hinweisen, der zum Welt-Autismus-Tag ein Projekt in Cottbus vorgestellt hat. Dort werden autistische Kinder und ihre Eltern mit einer Videokamera im Alltag begleitet. Die gemeinsame Analyse der Bilder soll den Familien den Umgang mit ihren autistischen Kindern erleichtern. Hierzu gibt es ein Video, das auf der Webseite des rbb-online angesehen werden kann.

Natürlich fanden gestern auch in vielen anderen Ländern in und ausserhalb Europas Veranstaltungen zum Welt-Autismus-Tag statt. Eine Liste dieser Veranstaltungen gibt es auf der Webseite des WAAD.

Dort findet man auch ein Schreiben des amerikanischen Präsidenten Obama zum Welt-Autismus-Tag.

Erwähnen möchte ich weiterhin das bewundernswerte Engagement des Elternzentrums Berlin e.V., das schon seit geraumer Zeit vor dem Berliner Senat um den Erhalt bzw. die Verbesserung der Schulbegleitung ihrer autistischen Kinder kämpft. Hierzu aktuell ein offener Brief an den Berliner Senat vom 10.02.09-
Wer den Elternverein mit seiner Unterschrift unterstützen möchte, kann das hier tun.

Abgehängt und unverstanden

Ein Beitrag anlässlich des Welt-Autismus-Tages in der Sendung
„Thema heute Rheinland-Pfalz“
 im SWR1
am Mittwoch, den 01.04.2009 um 19.30 Uhr.

U.a. ein Interview mit Prof. Rödler von der Universität Koblenz-Lindau.

Abgehängt und unverstanden 
Autismus – Leben in der eigenen Welt