Ich möchte auch hier auf die fragwürdige Form der Medienberichterstattung aufmerksam machen, die auf Grund von Vermutungen von JournalistInnen und RedakteurInnen  einen Zusammenhang herstellt zwischen Autismus (speziell dem Asperger-Syndrom) und dem Amoklauf eines jungen Mannes an einer Grundschule in Newtown/USA.

Ich bin Autistin - Asperger-Syndrom bei Frauen

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.

Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu…

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Leben mit Autismus – Die etwas andere Anthologie

Ich möchte auch in diesem Blog auf eine ganz besondere Anthologie hinweisen, die Ende Oktober erscheint und bereits jetzt vorbestellt werden kann:

Tommy Krappweis (Autor und Erfinder von der Kultfigur „Bernd das Brot“)
schreibt dazu:

„Dieses Buch kann dazu beitragen, dass mehr Verständnis für diese ganz besonderen Kinder herrscht. …“

Autismus und das Asperger Syndrom sind viel mehr, und die Absicht dieser Anthologie ist es, dieses „Mehr“ zu ergründen. Erfahrungsgemäß begreift man Menschen mit dieser Symptomatik im alltäglichen Erleben und dessen Gegebenheiten – den sprichwörtlichen Geschichten, die das Leben schreibt. Die ist auch der Ansatz, den dieses Buch verfolgt.
Es ist weder Ratgeber noch wissenschaftliches Fachbuch, sondern stellt das alltägliche Leben in all seinen Facetten, der Wahrnehmung und der Erfahrung in den Fokus.

Diese Sammlung enthält Werke von Autisten und Menschen, die mit dem Syndrom in Berührung kamen oder sich ihre Gedanken darüber gemacht haben.
Wer einen Einblick in das alltägliche Leben oder in die Gefühlswelt eines Autisten
erhaschen möchte, liegt mit dieser Sammlung von Kurzgeschichten, Gedichten, Songtexten, Bildern und Fotografien genau richtig.

Angaben

Titel: Ein Leben mit Autismus – Die etwas andere Anthologie
Erscheinungsdatum: Ende Oktober (Datum wird vom Verlag nachgereicht)
Herausgeberin: Emma Wolff
Verlag: Telescope – Verlag
172 Seiten
Farbdruck
ISBN: wird nachgereicht
Preis: 17,00 €
Dieses Buch kann ab dem 18.09.2012 direkt bei dem Telescope Verlag oder bei der Herausgeberin und Autorin Emma Wolff vorbestellt werden.

Telescope – Verlag
info@telescope-verlag.de
Fax: 03733 -596 328

Emma Wolff
emmaswelt@yahoo.de

Besonderheit dieser Vorbestellung

Die Besonderheit dabei ist, das jede Vorbestellung noch ein kleines Geschenk, in Form eines Kunstdruckes in A4 Format, dazu bekommt.
Da die Bilder in dem Buch nicht unterschiedlicher sein könnten, möchten wir auch nichts dem Zufall überlassen und es darf aus zwei Bildern ausgewählt werden.

Dieses kleine besonders feine Paket gibt es nur für jede Vorbestellung und endet mit dem offiziellen Erscheinungstag Ende Oktober. (Datum wird vom Verlag nachgereicht)

(Text mit freundlicher Genehmigung der Herausgeberin Emma Wolff)

Die Bilder, die es als kleine Zugabe zu jeder Vorbestellung gibt, können in der folgenden PDF-Datei eingesehen werden:

Ein Leben mit Autismus – Die etwas andere Anthologie – Buchvorstellung

Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch, welches unter anderem auch Textbeiträge von mir enthält.

bw family.tv – Diagnose Autismus

Ich möchte an dieser Stelle auf einen Fernsehbeitrag  des Senders bwfamily.tv zum Thema „Autismus“ hinweisen, den ich sehr gut und informativ finde:

bwfamilytv – family Lebenshilfe Diagnose Autismus

Studiogäste sind: Frau Gölz Reuschenbach und Frau Andrea Bröker von der Beratungsstelle Autismus in Karsruhe und Pfarrerin Elke Schott.

Gezeigt wird neben der Gesprächsrunde ein kleiner Filmbeitrag über einen autistischen Jungen, der eine Regelgrundschule in Baden-Württemberg besucht.

Frau Bröker spricht über einige Schwierigkeiten im Alltag aus Sicht einer erwachsenen Asperger-Autistin.

Veranstaltung am 21.04.2012 zum Welt-Autismus-Tag in Bonn

Am 21.04.2012 findet in der Johannesschule in Bonn zum vierten Mal eine Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag statt.

Einlass: 9 Uhr
Beginn: 10 Uhr
Ende: 17 Uhr
Ort: Johannesschule, Rehfuesstr. 38, 53115 Bonn
Veranstalter: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
Eintritt: frei
Um eine unverbindliche Anmeldung per Mail wird aus organisatorischen Gründen gebeten.
AutistInnen und ihren BegleiterInnen kann auf Wunsch ein Platz in der Nähe der Bühne reserviert werden.

Das Programm der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Flyer:

Flyer WAT 2012 Seite 1
Flyer WAT 2012 Seite 2

Auticon – Arbeitsplätze für Menschen mit Asperger-Syndrom

… Auticon ist das erste Unternehmen in Deutschland, das ausschließlich Menschen mit Autismus als Software-Tester beschäftigt und deren Dienstleistungen am freien Markt anbietet. Dieser innovative Ansatz bringt für den Kunden den Vorteil einer besonderen Qualitätsarbeit.

Wir starten im Dezember 2011 am Standort Berlin und wollen mittelfristig die anderen großen Ballungsräume Deutschlands abdecken…

Auticon gleicht die Schwächen der autistischen Mitarbeiter im sozialen Bereich aus, in dem es Arbeitsplätze anbietet, die ganz auf die besonderen Bedürfnisse dieser Mitarbeiter ausgerichtet sind. So arbeiten wir mit Job Coaches, die unsere Mitarbeiter mit Autismus in beruflichen und privaten Dingen unterstützen. In diesem Umfeld, das vor allem Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, können unsere Mitarbeiter sich ganz auf ihre Stärken und Aufgaben konzentrieren.

Quelle: Auticon – Über uns 

Das Bewerbungsverfahren für Interessierte beginnt im Februar 2012.
Weitere Informationen hierzu unter: Mitmachen bei auticon 

Für Menschen mit Asperger-Syndrom oder High-Functioning-Autismus aus dem Raum Berlin/Brandenburg gibt es im Vorfeld die Möglichkeit der Teilnahme an einer Umfrage, mittels derer der tatsächliche Bedarf ermittelt werden soll.

Fragebogen an Erwachsene im Autismus-Spektrum 

Um

Perspektive Asperger e.V. benötigt Ihre Stimme

Perspektive Asperger e.V. ist ein Verein, der von Eltern mit Kindern, die eine Dignose
im Autismus-Spektrum haben, gegründet.
Die Aufgaben des Vereines sind u.a. der Aufbau
eines Netzwerks zwischen TherapeutInnen, BeraterInnen und Institutionen zur Unterstützung von autistischen Kindern und Jugendlichen in der Schule und bei der Berufsausbildung und die Durchführung von Informationsveranstaltungen zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen.

Perspektive Asperger e. V. nimmt zur Zeit an einer Ausschreibung der ING DiBa zur Förderung von gemeinnützigen Vereinen teil, die den 1.000 Vereinen mit den meisten Stimmen 1.000 Euro für die Vereinskasse zur Verfügung stellt.

Wer den Verein Perspektive Asperger e.V. bei der Projektidee unterstützen möchte, kann dies unter folgendem Link mit seiner Stimme bei der Ausschreibung:

DiBa Du und Dein Verein – Perspektive Asperger e.V.

Weitere Informationen zur Arbeit und den Zielen des Vereins finden Sie auf der Webseite von Perspektive Asperger e.V.  

Probanden für Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Kommunikation“ gesucht

Das Max-Planck-Instititut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sucht
für eine Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Studie“ Menschen
mit Asperger-Syndrom oder Hochfunktionalem Autismus (HFA).

Die Studie beinhaltet verschiedene Aufgaben zum Erkennen von Stimmen und Gesichtern. Einige der Aufgaben werden in einem Magent-Resonanz-Tomographen (MRT) durchgeführt. MRT ist eine etablierte Methode zur Erforschung von Struktur und Funktion des Gehirns ohne bekannte Nebenwirkungen.

Weitere Informationen zur Studie sowie die notwendigen Anmeldeformularien stehen als PDF-Datei zur Verfügung.

probanden11-09

Morgen um 23.15 Uhr im WDR – Mary und Max

Morgen, am 08.09.2011 kommt der Animationsfilm „Mary und Max“ um 23.15 Uhr
im WDR Fernsehen.
In dem Film geht es um eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem achtjährigen Mädchen aus Melbourne und einem 44-jährigen Asperger-Autisten,
der in New York lebt.

Kommen die Babys in Amerika aus Cola-Dosen?
Oder aus Bierkrügen wie in  Australien? fragt Mary ihren Freund Max. Der weiß prompt die Antwort: Babys kommen in Amerika aus Eiern, die je nach Religionszugehörigkeit von Rabbinern, katholischen Nonnen oder Prostituierten gelegt werden.
Das ist der Auftakt für eine ganz besondere Freundschaft zwischen zwei genialen Antihelden: Mary und Max.

Eine ausführliche Rezension kann man hier nachlesen.

RTLregional – Gegen die Angst

Gegen die Angst – so lautet der Titel eines Fernsehbeitrags vom 22.07.2011 über einen jungen Mann, der seit seinem dreizehnten Lebensjahr die Diagnose Asperger-Syndrom hat und erzählt, wie er im Alltag mit seinem Autismus zurecht kommt.

Zitat:

„Ich merke nicht, wenn ich zu viel rede, das stört mich. Ich versuche, das in den Griff zu bekommen, aber es ist schwer irgendwie. Wie einen Güterzug ohne Bremsen zum Anhalten zu bringen, ja, das ist die passende Metapher.“

Gegen die Angst – RTLregional

Im Rahmen der Wochenserie zum Thema Autismus gibt es noch vier weitere Filmbeiträge, die bei RTLregional.de angesehen und heruntergeladen werden können.

 

Arbeit nach MAAS – Wie geht das?

Am 03. November 2011 findet im Saalbau Bockenheim in Frankfurt von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr  eine Fachtagung zum Thema
Menschen mit hochfunktionalem Autismus und Asperger-Syndrom  auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt.

Zitat:

Seit Mai 2010 gibt es bei der LAG Gemeinsam leben – gemeinsam lernen und der Lebenshilfe Gießen ein Projekt zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit hochfunktionalem Autismus (HFA) und Asperger-Syndrom (AS). Die bisherigen Instrumente der Agenturen für Arbeit oder Integrationsfachdienste reichen nicht aus, um für die Menschen stabile Beschäftigungsverhältnisse anzubahnen und zu erhalten. Laut der UN-Behindertenrechtskonvention soll der allgemeine Arbeitsmarkt Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden (Artikel 27). Was brauchen Menschen mit HFA / AS, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können? Auf der Tagung geben die Hauptpersonen selbst Antworten. Fachleute nehmen ihre Anregungen in einer Podiumsdiskussion auf und diskutieren gemeinsam mit den Hauptpersonen über Lösungen. Das Projekt berichtet von seinen Ansätzen und bisherigen Erfahrungen.

Anmeldeschluss ist der 21. Oktober 2011.
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Vereins „Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V.“