bw family.tv – Diagnose Autismus

Ich möchte an dieser Stelle auf einen Fernsehbeitrag  des Senders bwfamily.tv zum Thema „Autismus“ hinweisen, den ich sehr gut und informativ finde:

bwfamilytv – family Lebenshilfe Diagnose Autismus

Studiogäste sind: Frau Gölz Reuschenbach und Frau Andrea Bröker von der Beratungsstelle Autismus in Karsruhe und Pfarrerin Elke Schott.

Gezeigt wird neben der Gesprächsrunde ein kleiner Filmbeitrag über einen autistischen Jungen, der eine Regelgrundschule in Baden-Württemberg besucht.

Frau Bröker spricht über einige Schwierigkeiten im Alltag aus Sicht einer erwachsenen Asperger-Autistin.

Mit Asperger auf Arbeitssuche – ein Radiobeitrag

95 Prozent aller Autisten in Deutschland sind arbeitslos. Dabei könnten Firmen von ihnen profitieren. Wenn sie Autismus nicht als Defizit, sondern als Vorteil sähen – und wenn sie weniger die Defizite als vielmehr die Spezialfähigkeiten in den Vordergrund rückten. DRadio Wissen-Reporter Felix Knoke hat Philipp von der Linden einen Tag lang begleitet.

Quelle: DRadio Wissen

In diesem Beitrag über  Phillip von der Linden, einem jungen Asperger-Autisten, geht es auch um die Berliner Firma Auticon, die nach dem dänischen Vorbild der von Thorkil Sonne gegründete Firma Specialisterne autistische Menschen im IT-Bereich beschäftigt.

Der Beitrag vom 16.03.2012 steht auf der Webseite von DRadio Wissen jetzt als Podcast zur Verfügung.

Veranstaltung am 21.04.2012 zum Welt-Autismus-Tag in Bonn

Am 21.04.2012 findet in der Johannesschule in Bonn zum vierten Mal eine Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag statt.

Einlass: 9 Uhr
Beginn: 10 Uhr
Ende: 17 Uhr
Ort: Johannesschule, Rehfuesstr. 38, 53115 Bonn
Veranstalter: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
Eintritt: frei
Um eine unverbindliche Anmeldung per Mail wird aus organisatorischen Gründen gebeten.
AutistInnen und ihren BegleiterInnen kann auf Wunsch ein Platz in der Nähe der Bühne reserviert werden.

Das Programm der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Flyer:

Flyer WAT 2012 Seite 1
Flyer WAT 2012 Seite 2

Inklusion ist eine Illusion

Ich mag dieses Wort „Inklusion“ mittlerweile nicht mehr hören.
Es wird so viel darüber in den Medien geschrieben und gesprochen und auf Fachtagungen darüber diskutiert, aber umgesetzt wird von diesen Worten nichts.
Es bleiben Worte, die falsche Hoffnungen wecken und enttäuschen, weil die Realität 2012 für eine gelebte Inklusion keinen Platz hat.
Es fehlt an den Rahmenbedingungen, die zuerst geschaffen werden müssen, um den Weg zu bereiten für eine flächendeckende Umsetzung der Behindertenrechtskonvention.
Diese können jedoch erst geschaffen werden, wenn ein Umdenken in den Köpfen aller
Menschen stattgefunden hat. Und allein daran fehlt es. An der Bereitschaft aller, umzudenken weg von der Separation und Exklusion behinderter Menschen hin zur Inklusion.

Inklusion ist eine Illusion. Nicht mehr.
In der Realität werden behinderte Kinder bis heute Förderschulen zugewiesen – notfalls auch gegen den Willen der Eltern.
Viele Regelschulen sind mit der Beschulung behinderter Kinder überfordert und können die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür nicht schaffen.
Leidtragende sind die Kinder, die zu „Versuchskaninchen der Inklusion“ werden und
irgendwann an dem Regelschulsystem scheitern mit der Konsequenz, dass sie am Ende wieder exkludiert und einer Förderschule zugewiesen werden.
Auch gegen den Willen der Erziehungsberechtigten, auf die unter Umständen erheblicher Druck ausgeübt wird mit dem Hinweis auf die bestehende Schulpflicht in Deutschland.
Von der Beschulungspflicht einer Regelschule hingegen wird dann nicht mehr gesprochen.

Was nutzt eine Behindertenrechtskonvention, wenn sie nicht umgesetzt wird?
Was nutzt einem behinderten Kind das Wort Inklusion, solange es nur auf dem Papier steht?
Was nutzt einem behinderten Kind das Recht auf den Besuch einer Regelschule, wenn keine Regelschule bereit ist, es aufzunehmen und sich dieser Aufgabe zu stellen?

Inklusion ist eine Illusion.
Zumindest heute im Jahr 2012.
Vielleicht wird sie bei der Beschulung unsere Enkelkinder endlich der Normalfall sein, weil bis dahin die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden konnten und die Inklusion in den Köpfen aller Menschen angekommen ist.
Ich schreibe bewusst „vielleicht“, weil mein Glaube daran im Augenblick auf Grund eigener, erlebter und noch erlebender Erfahrung verloren gegangen ist.
Die Fakten sprechen gegen eine schulische Inklusion.
Es fehlen Fachkräfte und eine entsprechende Anpassung der Lehrerausbildung und
Lehrerfortbildung. Die wenigsten Schulen sind zum heutigen Zeitpunkt barrierefrei, so dass die Regelbeschulung eines behinderten Kindes oft schon daran scheitert, selbst wenn der Wille zur Aufnahme in der Regelschule vorhanden ist.

Wenn Inklusion scheitert, sind es immer die Kinder und deren Eltern, die die die oft schwer wiegenden Folgen zu tragen haben.
Nicht die Menschen, welche die Rahmenbedingungen nicht schaffen konnten oder wollten.
Schließlich seien es doch die Eltern, die auf den Rechtsanspruch für den Besuch einer
Regelschule ihres behinderten Kindes pochen.
Demnach sind auch sie verantwortlich für die mögliche Folgen einer gescheiterten, schulischen Inklusion, auf die ihre Kinder ab dem Schuljahr 2013/2014 einen einklagbaren Rechtsanspruch haben sollen.
Das hört sich fast schon so an, als sei ich eine Rabenmutter, wenn ich mein behindertes Kind auf eine Regelschule schicken möchte und bereit bin, dafür zu kämpfen, damit es die gleichen Chancen hat wie jedes andere Kind auch.

Ich mag das Wort Inklusion nicht mehr hören, weil es missbraucht wird und die wenigsten Menschen wissen, was Inklusion wirklich bedeutet.
Als Autistin spüre ich fast täglich, dass ich nur dann Teil dieser Gesellschaft sein kann, wenn ich mich anpasse. Ich werde nicht angenommen, wie ich bin, sondern muss mich so verhalten, dass ich einer Norm entspreche, die es der Gesellschaft möglich macht, mich teilhaben zu lassen und nicht auszuschließen.

SpeakAut

Speak out heißt übersetzt – sich mitteilen. Das Aut steht für autistische Menschen. Diese Seite soll jenen Menschen eine Plattform bieten, die sich für die Rechte autstischer Menschen einsetzen – egal, ob sie selber autistisch sind, autistische Kinder oder Familienmitglieder haben oder mit autistischen Menschen arbeiten.

Willkommen sind natürlich auch die Menschen, die sich für das Thema Autismus interessieren und für die Teilhabe autistischer Menschen an der Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.

Viele Autistinnen und Autisten leiden darunter, dass Entscheidungen immer wieder über ihre Köpfe hinweg getroffen werden, dass sie nicht einbezogen werden in Entscheidungen, die ihr Leben betreffen und dass andere Menschen glauben, besser zu wissen, was gut für sie ist.

Wir können diese Situation nur ändern, wenn wir auf Missstände aufmerksam machen und auf unsere Rechte und unsere Wünsche mitteilen. Genau hierfür soll diese Seite einen Raum bieten für alle, die sich mit der Thematik auseinandersetzen und etwas ändern wollen.

SpeakAut – Rechte für autistische Menschen

SpeakAut bei Facebook.

Fachtagung – Schule auf dem Weg zur Inklusion

Am 28. März 2012 findet von 9.00 bis 17.00 Uhr an der Uni Siegen eine Fachtagung zum Thema  „Schule auf dem Weg zur Inklusion“ statt.

Unter anderem wird Frau Bea Küpperfahrenberg, die Landeskoordinatorin NRW für die Fachberatung Autismus einen Vortrag halten zum aktuellen Stand und den Entwicklungen des Schulbesuchs von Schülern und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen.

Der Tagungsbeitrag beträgt 30 Euro, für AutistInnen und StudentInnen 15 Euro.
Anmeldeschluss ist der 12. Februar 2012. Eine Anmeldung ist schriftlich über das Anmeldeformular oder online möglich. Auf dem Anmeldeformular befindet sich auch das Tagungsprogramm inklusive der Workshops, die nach der Mittagspause stattfinden.

Zum Thema Autismus und Inklusion habe ich auf Grund der Aktualität des Themas einen Beitrag aus meiner persönlichen Sicht als Autistin geschrieben, der unter folgendem Link nachgelesen werden kann:

Inklusion und Autismus – wie geht das?  

Zitat:

„Inklusion verliert ihren Sinn, wenn das Dazugehören in die Gesellschaft eine permanente  Überforderung mit sich bringt. Solange die Gesellschaft erwartet, dass sich AutistInnen durch Anpassung und Kompensierung so verhalten wie nichtautistische Menschen, kann Inklusion nicht gelingen. „

Auticon – Arbeitsplätze für Menschen mit Asperger-Syndrom

… Auticon ist das erste Unternehmen in Deutschland, das ausschließlich Menschen mit Autismus als Software-Tester beschäftigt und deren Dienstleistungen am freien Markt anbietet. Dieser innovative Ansatz bringt für den Kunden den Vorteil einer besonderen Qualitätsarbeit.

Wir starten im Dezember 2011 am Standort Berlin und wollen mittelfristig die anderen großen Ballungsräume Deutschlands abdecken…

Auticon gleicht die Schwächen der autistischen Mitarbeiter im sozialen Bereich aus, in dem es Arbeitsplätze anbietet, die ganz auf die besonderen Bedürfnisse dieser Mitarbeiter ausgerichtet sind. So arbeiten wir mit Job Coaches, die unsere Mitarbeiter mit Autismus in beruflichen und privaten Dingen unterstützen. In diesem Umfeld, das vor allem Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, können unsere Mitarbeiter sich ganz auf ihre Stärken und Aufgaben konzentrieren.

Quelle: Auticon – Über uns 

Das Bewerbungsverfahren für Interessierte beginnt im Februar 2012.
Weitere Informationen hierzu unter: Mitmachen bei auticon 

Für Menschen mit Asperger-Syndrom oder High-Functioning-Autismus aus dem Raum Berlin/Brandenburg gibt es im Vorfeld die Möglichkeit der Teilnahme an einer Umfrage, mittels derer der tatsächliche Bedarf ermittelt werden soll.

Fragebogen an Erwachsene im Autismus-Spektrum 

Um

Perspektive Asperger e.V. benötigt Ihre Stimme

Perspektive Asperger e.V. ist ein Verein, der von Eltern mit Kindern, die eine Dignose
im Autismus-Spektrum haben, gegründet.
Die Aufgaben des Vereines sind u.a. der Aufbau
eines Netzwerks zwischen TherapeutInnen, BeraterInnen und Institutionen zur Unterstützung von autistischen Kindern und Jugendlichen in der Schule und bei der Berufsausbildung und die Durchführung von Informationsveranstaltungen zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen.

Perspektive Asperger e. V. nimmt zur Zeit an einer Ausschreibung der ING DiBa zur Förderung von gemeinnützigen Vereinen teil, die den 1.000 Vereinen mit den meisten Stimmen 1.000 Euro für die Vereinskasse zur Verfügung stellt.

Wer den Verein Perspektive Asperger e.V. bei der Projektidee unterstützen möchte, kann dies unter folgendem Link mit seiner Stimme bei der Ausschreibung:

DiBa Du und Dein Verein – Perspektive Asperger e.V.

Weitere Informationen zur Arbeit und den Zielen des Vereins finden Sie auf der Webseite von Perspektive Asperger e.V.  

Probanden für Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Kommunikation“ gesucht

Das Max-Planck-Instititut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sucht
für eine Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Studie“ Menschen
mit Asperger-Syndrom oder Hochfunktionalem Autismus (HFA).

Die Studie beinhaltet verschiedene Aufgaben zum Erkennen von Stimmen und Gesichtern. Einige der Aufgaben werden in einem Magent-Resonanz-Tomographen (MRT) durchgeführt. MRT ist eine etablierte Methode zur Erforschung von Struktur und Funktion des Gehirns ohne bekannte Nebenwirkungen.

Weitere Informationen zur Studie sowie die notwendigen Anmeldeformularien stehen als PDF-Datei zur Verfügung.

probanden11-09