Ich möchte auch hier auf die fragwürdige Form der Medienberichterstattung aufmerksam machen, die auf Grund von Vermutungen von JournalistInnen und RedakteurInnen  einen Zusammenhang herstellt zwischen Autismus (speziell dem Asperger-Syndrom) und dem Amoklauf eines jungen Mannes an einer Grundschule in Newtown/USA.

Ich bin Autistin - Asperger-Syndrom bei Frauen

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.

Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu…

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Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Teil B wird wie folgt geändert:

a)
In Nummer 3.5 werden die Wörter
„Autistische Syndrome leichte Formen (z. B. Typ Asperger) 50 – 80 sonst 100“
durch die Wörter

„Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor.

Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalter ist nicht möglich.
Tief greifende Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)

Bei tief greifenden Entwicklungsstörungen

– ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10 – 20,
– mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30 – 40,
– mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50 – 70,
– mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80 – 100.

Die Kriterien der Definitionen der ICD-10-GM Version 2010 müssen erfüllt sein.

Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einer über das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigung bedürfen.

Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe) möglich ist.

Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist.“

ersetzt.

Quelle: Bundesrat – Dritte Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Dazu eine Stellungnahme des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V. vom 14.12.2010:

Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Neu – Autismus-Spektrum-Nachrichten

Seit dem 05. November 2010 gibt es unter dem Titel

Autismus-Spektrum-Nachrichten

eine Online-Zeitung mit den wichtigsten Artikeln aus der deutschsprachigen Presse und interessanten Beiträgen von Webseiten und Blogs zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen.

Die Beiträge werden wöchentlich aktualisiert.

Studie zum Thema „Soziales Kompetenztraining bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung“

Elterninformation zur Teilnahme an einer Studie, die an den Unikliniken in Würzburg, Frankfurt, Mannheim, Homburg, Aachen und Köln durchgeführt werden wird:  

„Soziales Kompetenztraining bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung“

Sehr geehrte Eltern,

Ihr Kind leidet an einer autistischen Störung. Sie kennen es deshalb gut, dass für Ihr Kind der soziale Umgang mit Gleichaltrigen in der Schule und Freizeit, mit Lehrern an der Schule und teilweise auch zuhause mit Eltern und Geschwistern nicht immer ganz einfach ist.Bisher gibt es wenige gut untersuchte Psychotherapieverfahren bei Kindern und Jugendlichen mit autistischer Störung und unauffälliger Intelligenzentwicklung, während medikamentöse Behandlungsverfahren vergleichsweise gut untersucht sind. Wir führen deshalb an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Würzburg eine randomisiert kontrollierte Studie zur Untersuchung der Effekte einer Gruppentherapie bei Kindern und Jugendlichen mit autistischer Störung sowie unauffälliger Intelligenzentwicklung durch und wollen untersuchen, ob diese Therapie zu einer verbesserten sozialen Interaktion Ihres Kindes im Alltag führt. Eine solche randomisiert kontrollierte Studie ist notwendig, um den Effekt dieser Gruppentherapie zu belegen. Das hat z.B. auch Auswirkungen auf Leistungen der Krankenkasse, die in Zukunft immer mehr davon abhängig gemacht werden, ob der Effekt einer bestimmten Therapie durch methodisch gut durchgeführte Studien belegt ist. Mit Ihrer Teilnahme und der Teilnahme Ihres Kindes sichern Sie also langfristig die Möglichkeit, Psychotherapien bei Kindern und Jugendlichen mit autistischer Störung als Leistung der Krankenkassen bezahlt zu bekommen.Da es Hinweise gibt, dass die individuelle Reaktion auf psychotherapeutische Therapien durch bestimmte funktionelle genetische Varianten moduliert wird, führen wir auch eine Blutabnahme durch, damit wir gezielt einzelne funktionelle genetische Varianten untersuchen können. Falls Sie und Ihr Kind an der Teilnahme an weiteren genetischen Studien interessiert sind, erhalten Sie diesbezüglich noch ein spezielles, ausführlicheres Informationsblatt.

Ziel der Studie

Wir wollen vergleichen, ob die sozialen Ausdrucks- und Interaktionsfähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit autistischer Störung und unauffälliger Intelligenzentwicklung nach einer Gruppentherapie über 12 Wochen dauerhaft besser sind als die von Kindern und Jugendlichen, die diese Therapie – zunächst – nicht erhalten haben.

Ablauf der Studie

An dieser Studie werden insgesamt 220 autistische Kinder und Jugendliche an sechs verschiedenen Universitätskliniken teilnehmen (Aachen, Frankfurt, Homburg, Köln, Mannheim und Würzburg). Vor Aufnahme in die Studie wird die Vorgeschichte Ihres Kindes erhoben sowie eine ausführliche diagnostische und ärztliche Untersuchung mit freiwilliger einmaliger Blutentnahme (ca. 30 ml) durchgeführt, bevor Ihr Kind zufällig einer Gruppe zugeordnet wird. Die Teilnahme Ihres Kindes an der Studie wird sechs Monate dauern. In diesem Zeitraum findet einmal pro Woche über 12 Wochen eine autismusspezifische Gruppentherapie á 90 Minuten mit etwa fünf Kindern pro Gruppe statt. Vor Beginn der Gruppentherapie, nach sieben Wochen und eine Woche nach Abschluss der Therapie finden Elternabende zur ausführlichen Information und Diskussion statt. Vor den drei Terminen der Elternabende werden Ihnen Fragebögen zur Beurteilung und Bewertung des Verhaltens ihres Kindes ausgeteilt, die Sie bei dem Elternabend bitte abgeben mögen. Drei Monate nach Abschluss der Intervention werden Sie ebenfalls darum gebeten diese Fragebögen auszufüllen um Stabilitätseffekte überprüfen zu können.Wenn Sie Interesse daran haben, dass Ihr Kind an der Studie teilnimmt, wird zunächst zufällig gelost, ob Ihr Kind direkt an der Gruppentherapie teilnehmen kann oder erst zu einem späteren Zeitpunkt. Da es sich um eine kontrollierte Studie handelt, kann es sein, dass Ihr Kind erst in 7 oder 8 Monaten an der Gruppentherapie teilnehmen kann. Wenn Ihr Kind zu der Gruppe gehört, die noch etwas warten muss, wäre es dennoch wichtig, dass Sie und Ihr Kind jetzt direkt an den Voruntersuchungen teilnehmen und Sie die Fragebögen bei den Elternabenden ausfüllen. Die drei Elternabende finden auch statt, wenn Ihr Kind (noch) nicht an der Gruppentherapie teilnehmen kann.

Andere Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Ihr Kind an der Studie teilnimmt, kann eine bereits begonnene medikamentöse Therapie, Ergotherapie, Logopädie, Einzelpsychotherapie oder pädagogische Unterstützung in der Schule wie bisher fortgeführt werden. Auch sämtliche Maßnahmen, die durch das Jugendamt angeboten werden, wie z. B. familienunterstützende Maßnahmen oder die schulische Unterstützung anhand eines Integrationshelfers, können wie bisher weitergeführt werden. Falls Ihr Kind an der Studie und der Gruppentherapie nicht teilnehmen soll, stehen Ihnen selbstverständlich die regulären ambulanten, teilstationären und stationären Angebote der Klinik zur Verfügung. Hierfür können Sie sich jederzeit über unsere Institutsambulanz anmelden. Wartezeiten sind aufgrund des hohen Patientenaufkommens jedoch einzuplanen. Freiwilligkeit und vorzeitige Beendigung der UntersuchungDie Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können Ihr Einverständnis jederzeit, ohne Angabe von Gründen und ohne Nachteile für die weitere medizinische Versorgung ihres Kindes, zurückziehen. Bei Rücktritt wird bereits gewonnenes (Daten-) Material vernichtet, es sei denn, Sie stimmen zu, dass Sie trotz Ihres Rücktritts mit der Auswertung des Materials einverstanden sind. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihre Entscheidung ändern wollen, setzen Sie sich bitte mit der Studienleiterin in Verbindung.

Mögliche Risiken

Bezüglich der Psychotherapeutischen Behandlung in der Gruppe ist kein Risiko anzunehmen. Durch die Blutentnahme kann eine Rötung oder ein Hämatom (blauer Fleck) entstehen. Falls Sie oder Ihr Kind eine Gerinnungsstörung aufweisen bzw. ein gerinnungshemmendes Medikament einnehmen, ist von der Blutentnahme abzuraten. Entsprechend sensible Personen können möglicherweise Kreislaufprobleme bekommen. In ganz seltenen Fällen kann es zu lokalen Entzündungen der Haut bzw. des Gefäßes oder zu Nervenschädigungen kommen.

Nutzen aus der Teilnahme an der Studie

Mit der Teilnahme an der Gruppentherapie kann die Erkrankung ihres Kindes aller Wahrscheinlichkeit nach positiv beeinflusst werden. Wir gehen davon aus, dass sich durch die Teilnahme an der Intervention positive Veränderungen im Sinne einer gesteigerten sozialen Ansprechbarkeit sowie positive Effekte im prosozialen Verhalten nachweisen lassen. Wir können jedoch nicht vollständig ausschließen, dass die Gruppentherapie vielleicht auch keinen Effekt auf das Verhalten Ihres Kindes hat. Die Ergebnisse der Studie tragen zudem insgesamt dazu bei, dass für autistische Kinder und Jugendliche eine wirksame Behandlung gefunden wird. Als Universitätsklinik sind wir stetig bemüht, unser Wissen über psychische Erkrankungen zu erweitern und therapeutische Maßnahmen für zukünftige Generationen von Kindern zu optimieren. Dies ist allerdings immer nur mit Hilfe von freiwilligen Teilnehmern an unseren Forschungsprojekten möglich. Wir freuen uns deshalb sehr über Ihre Teilnahme und die Teilnahme Ihres Kindes an der vorliegenden Studie.

Datenschutz

Wir unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.
                                                                                                   
Alle von uns erhobenen Daten sowie die Ergebnisse der molekulargenetischen Untersuchungen werden in pseudonymisierter Form, also ohne Namensnennung, auf elektronische Datenträger gespeichert und ausgewertet. Publikationen erfolgen selbstverständlich vollständig anonym. Sie können zu jedem Zeitpunkt Ihre Bereitschaft mitzuarbeiten widerrufen und die Löschung Ihrer Daten verlangen. Die Datenschutzbestimmungen sind gewährleistet.Es ist denkbar, dass die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen als geistiges Eigentum (z. B. Patente) geschützt oder für wirtschaftliche Zwecke benutzt werden können. Unsere Forschergruppe behält sich das alleinige Recht auf alle Untersuchungsergebnisse (einschließlich der von Ihnen gegebenen Blutprobe) in Übereinstimmung mit dieser Einverständniserklärung vor. Sollte Ihr Kind nicht an einer weiteren genetischen Studie teilnehmen, wird die restliche DNA der Blutprobe Ihres Kindes nach Abschluss der vorliegenden Studie vernichtet.Bitte haben Sie Verständnis für unser Anliegen. Wir möchten dazu beitragen, die Behandlung seelischer Erkrankungen zu verbessern. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie sich bereit erklären, an dieser Untersuchung teilzunehmen, auch wenn Ihr Kind aufgrund der zufälligen Zuordnung zu der zunächst nicht behandelten Gruppe möglicherweise auf eine Gruppentherapie warten muss. Wir stehen Ihnen für Rückfragen gerne zu Verfügung. Sie können uns unter den unten angeführten Telefonnummern erreichen. Eine Kopie dieses Informationsblattes wird Ihnen ausgehändigt. Um die Qualität der Gruppentherapie an allen teilnehmenden Universitätskliniken überprüfen und sichern zu können, werden stichprobenartig Videoaufnahmen von 1-2 Therapiesitzungen angefertigt. Hierzu erhalten Sie ein separates Informations- und Einverständniserklärungsblatt.

Ansprechpartner:

Dr. med. R. Taurines Tel.: (09 31) 2 01 – 76050 Dipl.-Psych. B. Martin Dr. T. Jans, Dipl.-Psych. E-Mail: taurines@tagesklinik-wuerzburg.de

Autistische Menschen in die Gesellschaft integrieren

Seit fünf Jahren bietet die Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven ambulante und stationäre Hilfen für autistische Menschen an. Durch die Gründung des Kompetenzbereichs „Autismus“ werden die Hilfsangebote ständig weiterentwickelt. Gemeinsam mit einem regionalen Expertennetzwerk aus Kliniken, Therapeuten, Jugendhilfe und dem Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven soll die Integration gefördert und damit auch die Lebensqualität der autistischen Menschen gesteigert werden.

weiter

Quelle:  Diakonie Michaelshoven

Ich bin mir Gruppe genug

So lautet der Titel eines Dokumentarfilms über Jugendliche mit Asperger-Syndrom, der am 24. November 2009 um 17.30 Uhr im Endstation-Kino im Bahnhof Bochum-Langendreer, Wallbaumweg 108, Premiere hat.

Der Film handelt vom Leben dreier Jugendlicher mit Asperger-Syndrom und will ganz bewusst aus der Sicht Betroffener verschieden Situationen im Alltag schildern und zeigen, was durch entsprechende Förderung und Schulbegleitung im Bereich Schule möglich sein kann.

Weitere Informationen über den Film gibt es bei kobinet und bei Medienprojekt Wuppertal.

Der Film kann ab Premierendatum auch im Shop bei Medienprojekt Wuppertal für 30 Euro erworben werden.

Lernen mit Autismus

Notwendige Rahmenbedingungen und gute Ansätze zum Thema Beschulung von autistischen Schülern wurden in zahlreichen Handreichungen und Empfehlungen verfasst.
Allein in der Praxis bleibt es glücklicher Zufall, ob man an kompetente Hände gerät, die Wissen was zu tun ist und es auch umsetzen können.
Mangelnde Ressourcen hebeln zu oft das Notwendige aus!

Ist die Konzeption eines umfassenden Schulkonzepts ein verwegenes Ziel?
Ja. Aber dank virtueller Vernetzung war es noch nie so nah:

Das Wissen ist da. Die Erfahrungen sind da. Ideen sind da. Nun müssen wir nur noch alles zusammenbringen.

 

www.lernen-mit-autismus.de

 

 Text mit freundlicher Genehmigung von J. Braun „Lernen mit Autismus“

talking about autism

talking about autism 

“Je länger einem autistischem Kind nicht geholfen wird, desto schwerer ist es zu erreichen.”

Die neueste Anzeigenkampagne von „Tree House“, einer britischen Hilfsorganisation für autistische Kinder, die mich – aus aktuellem Anlaß – dazu veranlasst hat, dieses Bild hier zu veröffentlichen und auf die Aktion aufmerksam zu machen.

Aspie-Quiz

Wie ich finde, ein sehr aussagekräftiger Test, der natürlich keine Diagnose ersetzt, aber zumindest schon einmal ein sehr detailliertes Bild gibt.
Neben der Grafik gibt es noch eine ausführliche Auswertung der Fragen.
Manchmal sind die Fragen allerdings ein wenig unständlich formuliert. Das liegt sicher auch an der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche.
Man kann sich auf der Seite auch registrieren, um an einer Langzeit-Untersuchung teilzunehmen. Die Statistiken werden zu diesem Zweck gespeichert.

Aspie-Quiz

Hier ist der Link zum Aspie-Quiz

Neue Selbsthilfegruppe für Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom in Daun

Seit dem 07. Mai 2009 gibt es in Daun/Eifel einen Elternkreis von Kindern mit Asperger-Syndrom. Acht Familien haben sich zusammengeschlossen, um sich miteinander austauschen zu können.
Treffpunkt ist die Kreisverwaltung Vulkaneifelkreis, Mainzer Straße, Sitzungssaal 15 a, Daun.
Das nächste Treffen findet am 02. Juni 2009 um 19 Uhr statt.

Weitere Informationen, sowie Möglichkeiten zur ersten Kontaktaufnahme finden Sie unter
www.autismus-trier.de und in dem Artikel
„Da muss man nicht mehr groß was erklären“ 
in der Eifelzeitung vom 20.05.2009.

Gründung einer Online-Schule für Autisten

Es soll bald eine alternative Möglichkeit zur Beschulung autistischer Kinder geben:

ESH-Projekt – Gründung einer Online-Schule für Autisten

Aktuell besteht die Möglichkeit, sich dort an der Diskussion um die Gründung zu beteiligen und eigene Wünsche und Vorstellungen mit einzubringen. Wichtig wäre für die Initiatoren auch, zu wissen, wie groß das Interesse der Eltern an einer solchen Schule ist und wer bereit wäre, sein Kind dort anzumelden.

Die Initiatoren dieser Online-Schulgründung sind übrigens selber auch Autisten.

Pflicht zur Integration

Ein interessanter Bericht der Lokalzeit Südwestfalen zur Integration behinderter Kinder an Regelschulen.
Anhand eines Beispieles wird gezeigt, dass Integration bzw. Inklusion möglich sein kann und LehrerInnen das durchaus als Bereicherung ihrer Arbeit sehen und nicht nur als Belastung.

An der Schule meines Sohnes habe ich gerade selber die Erfahrung gemacht, dass vieles möglich wird, wenn sich ein Lehrer für ein „besonderes“ Kind einsetzt.
Die Kinder blühen regelrecht auf, wie es auch das Beispiel in dem Film zeigt.
Ein Weg, der sich lohnt.

Zum Welt-Autismus-Tag

Es ist nicht viel, was man bei Recherchen im Internet oder in der Presse zum Welt-Autismus-Tag in Deutschland findet. Glücklicherweise war die Veranstaltung in Bonn gestern Abend sehr gut besucht.

Hier geht mein Dank an Herrn Peter Schumacher, Leiter der Selbsthilfegruppe frühkindlicher Autismus und Initiator der diesjährigen Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag in der Johannesschule in Bonn. Und natürlich auch an Herrn Scherer, den Leiter der Johannesschule, der die Räumlichkeiten für diesen Tag zur Verfügung gestellt hat.

Der Abend bot eine interessante Mischung von Informationen zum Thema Autismus, angefangen von einem musikalischen Beitrag von SchülerInnen der Johannesschule, Vorträge  über

  • Diagnose und Therapiemöglichkeiten von Herrn Lechmann, dem Leiter des ATZ Köln-Bonn
  • die Selbsthilfegruppe erwachsener Menschen mit Autismus
  • die Situation von Geschwisterkindern, geschildert von einer betroffenen Schülerin
  • die Beschulung autistischer Kinder von der Autismusfachberaterin der Stadt Bonn, Frau Salchow
  • Möglichkeiten der Vernetzung betroffener Eltern von der Mutter eines autistischen Kindes
  • die Arbeit einer Schulbegleitung für autistische Kinder von einer Fachkraft
  • Autismus aus der Sicht eines betroffenen Schülers, vorgetragen von seiner Stützerin
  • das Bild des Kunstmalers Fridhelm Schauerte, der eines seiner Bilder der SHG frühkindlicher Autismus zur Verfügung gestellt hat

bis hin zur Übergabe eines Schecks in Höhe von 1.500 Euro zugunsten zweier vollstationärer Wohneinrichtungen für autistische Menschen, dem Haus Hommeln und dem Haus Combüchen..

Am Ende eines langen, interessanten Abends versprach Herr Schumacher, dass es auch im nächsten Jahr eine Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag geben wird.

Abschließend möchte ich aber auch noch auf einen Beitrag des rbb-online hinweisen, der zum Welt-Autismus-Tag ein Projekt in Cottbus vorgestellt hat. Dort werden autistische Kinder und ihre Eltern mit einer Videokamera im Alltag begleitet. Die gemeinsame Analyse der Bilder soll den Familien den Umgang mit ihren autistischen Kindern erleichtern. Hierzu gibt es ein Video, das auf der Webseite des rbb-online angesehen werden kann.

Natürlich fanden gestern auch in vielen anderen Ländern in und ausserhalb Europas Veranstaltungen zum Welt-Autismus-Tag statt. Eine Liste dieser Veranstaltungen gibt es auf der Webseite des WAAD.

Dort findet man auch ein Schreiben des amerikanischen Präsidenten Obama zum Welt-Autismus-Tag.

Erwähnen möchte ich weiterhin das bewundernswerte Engagement des Elternzentrums Berlin e.V., das schon seit geraumer Zeit vor dem Berliner Senat um den Erhalt bzw. die Verbesserung der Schulbegleitung ihrer autistischen Kinder kämpft. Hierzu aktuell ein offener Brief an den Berliner Senat vom 10.02.09-
Wer den Elternverein mit seiner Unterschrift unterstützen möchte, kann das hier tun.

NRW – Landesregierung hungert den Gemeinsamen Unterricht aus

In dem Beitrag  NRW- Landesregierung hungert den Gemeinsamen Unterricht aus der Initiative „Eine Schule für alle“ geht es wieder einmal um Kürzungen in Integrationsschulen in NRW und den Protest der Eltern gegen diese Sparmassnahmen und die damit verbundenen Nachteile der Kinder, die gemeinsam mit nichtbehinderten SchülerInnen an Regelschulen unterrichtet werden.

Wer den Protest der Elterninitiativen unterstützen möchte, kann sich entsprechendes Infomaterial über die Webseite „Eine Schule für alle“ herunterladen.

Einen weiteren Beitrag zum Thema integrativer Unterricht in NRW wurde zuletzt im WDR in der Sendung Westpol ausgestrahlt.

Ausgeschlossen und abgeschoben

Dort gibt es im Anschluss an den Artikel auch einige interessante Links zum Thema Integration.

Förderung besonders begabter Kinder und Jugendlicher mit körperlichen Handicaps – Autismus

In der letzten Woche bin ich auf der Webseite des Schulministeriums NRW auf eine interessante Passage gestossen, die ich hier einmal auszugsweise zitieren möchte:

Bei Asperger-Autisten kommt es ebenfalls sehr auf den Grad der Behinderung an. Da die Impulssteuerung ebenso wie die Aufnahme von sozialen Kontakten und die Kommunikation häufig das große Problem darstellen, kann es notwendig werden, (trotz hoher Begabungen und starker kognitiver Intelligenz) zunächst die Gruppenfähikeit dieser Autisten anzubahnen. Wie immer ist hierbei die Kontaktaufnahme des Lehrers / der Lehrerin die erste wichtige Station. Das fast alle Asperger-Autisten irgendeinen „Tick“ aufweisen, der ihnen Sicherheit gibt ist, der Schlüssel zu ihnen ist oft an dieser Stelle zu suchen. Bei einigen sind es die Uhren, auf die sie sich verlassen können, andere kennen sämliche Details von Spiel- und Landkarten, lateinische Namen von Pflanzen und Tieren und mathematische Gesetze.

Die große Kunst der individuellen Förderung aber besteht immer wieder …

  • in der Strukturgebung des Alltags und
  • in der Entlastung und richtigen Einschätzung der Anstrengung und des Angestrengtseins des Autisten und des daraus resultierenden Zeitmanagements. Oftmals kann es nötig sein für solche Kinder und Jugendliche Hausunterricht zu beantragen, um sie in Krisenzeiten (Pubertät) zu entlasten.

Quelle

Das dürfte sicher für einige Eltern von Asperger-Kindern vorübergehend eine mögliche Alternative sein.