Ich möchte auch hier auf die fragwürdige Form der Medienberichterstattung aufmerksam machen, die auf Grund von Vermutungen von JournalistInnen und RedakteurInnen  einen Zusammenhang herstellt zwischen Autismus (speziell dem Asperger-Syndrom) und dem Amoklauf eines jungen Mannes an einer Grundschule in Newtown/USA.

Ich bin Autistin - Asperger-Syndrom bei Frauen

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.

Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu…

Ursprünglichen Post anzeigen 681 weitere Wörter

Advertisements

SpeakAut

Speak out heißt übersetzt – sich mitteilen. Das Aut steht für autistische Menschen. Diese Seite soll jenen Menschen eine Plattform bieten, die sich für die Rechte autstischer Menschen einsetzen – egal, ob sie selber autistisch sind, autistische Kinder oder Familienmitglieder haben oder mit autistischen Menschen arbeiten.

Willkommen sind natürlich auch die Menschen, die sich für das Thema Autismus interessieren und für die Teilhabe autistischer Menschen an der Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.

Viele Autistinnen und Autisten leiden darunter, dass Entscheidungen immer wieder über ihre Köpfe hinweg getroffen werden, dass sie nicht einbezogen werden in Entscheidungen, die ihr Leben betreffen und dass andere Menschen glauben, besser zu wissen, was gut für sie ist.

Wir können diese Situation nur ändern, wenn wir auf Missstände aufmerksam machen und auf unsere Rechte und unsere Wünsche mitteilen. Genau hierfür soll diese Seite einen Raum bieten für alle, die sich mit der Thematik auseinandersetzen und etwas ändern wollen.

SpeakAut – Rechte für autistische Menschen

SpeakAut bei Facebook.

Auticon – Arbeitsplätze für Menschen mit Asperger-Syndrom

… Auticon ist das erste Unternehmen in Deutschland, das ausschließlich Menschen mit Autismus als Software-Tester beschäftigt und deren Dienstleistungen am freien Markt anbietet. Dieser innovative Ansatz bringt für den Kunden den Vorteil einer besonderen Qualitätsarbeit.

Wir starten im Dezember 2011 am Standort Berlin und wollen mittelfristig die anderen großen Ballungsräume Deutschlands abdecken…

Auticon gleicht die Schwächen der autistischen Mitarbeiter im sozialen Bereich aus, in dem es Arbeitsplätze anbietet, die ganz auf die besonderen Bedürfnisse dieser Mitarbeiter ausgerichtet sind. So arbeiten wir mit Job Coaches, die unsere Mitarbeiter mit Autismus in beruflichen und privaten Dingen unterstützen. In diesem Umfeld, das vor allem Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, können unsere Mitarbeiter sich ganz auf ihre Stärken und Aufgaben konzentrieren.

Quelle: Auticon – Über uns 

Das Bewerbungsverfahren für Interessierte beginnt im Februar 2012.
Weitere Informationen hierzu unter: Mitmachen bei auticon 

Für Menschen mit Asperger-Syndrom oder High-Functioning-Autismus aus dem Raum Berlin/Brandenburg gibt es im Vorfeld die Möglichkeit der Teilnahme an einer Umfrage, mittels derer der tatsächliche Bedarf ermittelt werden soll.

Fragebogen an Erwachsene im Autismus-Spektrum 

Um

Probanden für Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Kommunikation“ gesucht

Das Max-Planck-Instititut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sucht
für eine Studie zum Thema „Zwischenmenschliche Studie“ Menschen
mit Asperger-Syndrom oder Hochfunktionalem Autismus (HFA).

Die Studie beinhaltet verschiedene Aufgaben zum Erkennen von Stimmen und Gesichtern. Einige der Aufgaben werden in einem Magent-Resonanz-Tomographen (MRT) durchgeführt. MRT ist eine etablierte Methode zur Erforschung von Struktur und Funktion des Gehirns ohne bekannte Nebenwirkungen.

Weitere Informationen zur Studie sowie die notwendigen Anmeldeformularien stehen als PDF-Datei zur Verfügung.

probanden11-09

Morgen um 23.15 Uhr im WDR – Mary und Max

Morgen, am 08.09.2011 kommt der Animationsfilm „Mary und Max“ um 23.15 Uhr
im WDR Fernsehen.
In dem Film geht es um eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem achtjährigen Mädchen aus Melbourne und einem 44-jährigen Asperger-Autisten,
der in New York lebt.

Kommen die Babys in Amerika aus Cola-Dosen?
Oder aus Bierkrügen wie in  Australien? fragt Mary ihren Freund Max. Der weiß prompt die Antwort: Babys kommen in Amerika aus Eiern, die je nach Religionszugehörigkeit von Rabbinern, katholischen Nonnen oder Prostituierten gelegt werden.
Das ist der Auftakt für eine ganz besondere Freundschaft zwischen zwei genialen Antihelden: Mary und Max.

Eine ausführliche Rezension kann man hier nachlesen.

Ich bin anders – Diagnose Autismus

Ein Bericht der Sendung „Das Gesundheitsmagazin“ des Bayerischen Rundfunks – verfügbar als Podcast in der ARD-Mediatkek:

Ich bin anders – Diagnose Autismus

„Ich bin anders“ – Diagnose Autismus / Autismus in der Gesellschaft:
Gespräch mit der ehemaligen Behindertenbeauftragten Ina Steiin /
Eigenarten oder Krankeheit: Gespräch mit der Mutter eines autistischen Kindes /
Autismus: Abgrenzung, Symptomatik und Behandlung /Hans Förstl, TU München

Am Anfang des Beitrags spricht ein junger Mann über sein Leben mit der Diagnose Autismus, was in der Kurzinformation über die Sendung unerwähnt bleibt..

Im Zusammenhang mit der Sendung möchte ich unbedingt auf einen kritischen Blogeintrag hinweisen, der sich mit dem Inhalt der Sendung und den darin gemachten Aussagen über Autimus auseinandersetzt:

Realitätsfilter – Lieber BR

Das Hörspiel auf WDR 5 – Buntschatten und Fledermäuse

Am Dienstag, den 01.02.2011 bringt WDR 5
in seiner Reihe „Das Hörspiel am Dienstag“
um 20.05 Uhr den Beitrag
„Buntschatten und Fledermäuse. Mein Leben in einer anderen Welt.“

von Axel Brauns.

Als Axel zwei Jahre alt war, zog sich die Welt vor ihm zurück. Die Menschen um ihn herum hatten plötzlich verschleierte Gesichter. Er hörte ihre Worte, verstand aber den Sinn nicht – und schon gar nicht die emotionalen Zwischentöne. Er teilte die Menschen ein in Buntschatten und Fledermäuse, je nachdem, ob sie ihn beruhigten oder bekümmerten.
So schuf er sich seine eigene Welt mit eigenen Freuden in einer eigenen Sprache. Poetisch, mit klangvollen Wortschöpfungen und einem passenden Sound-Design erzählt das Hörspiel vom Leben eines Autisten in einer Welt ohne Autismus.

Quelle: WDR 5

Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag 2011

Zum 3. Mal in Folge findet am 02.04.2011 in der Johannesschule in Bonn
eine Informationsveranstaltung zum Welt-Autismus-Tag statt.

Veranstalter: Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.
Projektleiter: Peter Schumacher
Veranstaltungsort: Johannesschule Bonn, Rehfuesstrasse 38, 53115 Bonn
Beginn: 11.30 Uhr
Einlass: 11 Uhr

Referenten:

  • Axel Brauns – Lesung aus seinem autobiografischen Roman „Buntschatten und Fledermäuse“
  • Prof. Dr. Peter Rödler – Zur Bedeutung des pädagogischen Blicks auf den Autismus
  • Sabine Kiefner – Das Asperger-Syndrom bei Frauen
  • Udo Seehausen – Musiktherapie bei Menschen mit ASS
  • Herr Thiel – Hundetherapie bei Menschen mit ASS

Zur Eröffnung der Veranstaltung spielt das Schulorchester der Johannesschule.

Der Eintritt ist frei.
Für autistische Menschen und ihre Betreuer wird auf Anfrage ein Platz  in der Nähe der Bühne reserviert. 

Das komplette Programm kann auf der Webseite des Vereins
„Leben mit Autismus bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V.“
als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Teil B wird wie folgt geändert:

a)
In Nummer 3.5 werden die Wörter
„Autistische Syndrome leichte Formen (z. B. Typ Asperger) 50 – 80 sonst 100“
durch die Wörter

„Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor.

Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalter ist nicht möglich.
Tief greifende Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)

Bei tief greifenden Entwicklungsstörungen

– ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10 – 20,
– mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30 – 40,
– mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50 – 70,
– mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80 – 100.

Die Kriterien der Definitionen der ICD-10-GM Version 2010 müssen erfüllt sein.

Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einer über das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigung bedürfen.

Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe) möglich ist.

Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist.“

ersetzt.

Quelle: Bundesrat – Dritte Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Dazu eine Stellungnahme des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V. vom 14.12.2010:

Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung

Meine Welt – deine Welt

Menschen mit Autismus in Oberbayern stellen ihre Werke in der Galerie Bezirk Oberbayern aus.

Das Projekt „Meine Welt -deine Welt“ wird geleitet
vom Autismus-Kompetenznetzwerk Oberbayern. Ausgestellt werden neben Bildern und Skulpturen auch Gedichte aus einer Kreativ-Schreibwerkstatt.

Begleitend zu der Ausstellung ist zudem ein Katalog erhältlich.

Die Ausstellung wird am 15.Dezember 2010 um 18 Uhr mit einer Vernissage
in der Galerie Bezirk Oberbayern, Prinzregentenstraße 14, 80538 München eröffnet.

Die Ausstellung läuft montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr
und freitags von 8 bis 13 Uhr bis zum 25. Februar 2011.

Der Eintritt ist frei.