Schlechte Wortwahl – Autismus in den Schlagzeilen

In den letzten Wochen häufen sich in den Medien zahlreiche Berichte über das Asperger-Syndrom.
Auf den ersten Blick erscheint dies als positive Entwicklung im Hinblick darauf, die Gesellschaft über das Thema Autismus zu informieren, um Berührungsängste abzubauen und ein größeres Verständnis schaffen zu können.

Leider steigt aber damit auch die Zahl der unglücklich gewählten Schlagzeilen, welche möglicherweise genau das Gegenteil bewirken und ein falsches Bild über das Asperger-Syndrom und die davon betroffenen Menschen entstehen lassen.

Da heißt es unter anderem:

Behinderter Schüler als Gefahr? – Neue Westfälische 29.09.2010
Autismus: Nicht schlecht erzogen, sondern gestört – Fuldaer Zeitung 30.09.2010
Schulstreit um aggressiven Behinderten – Neue Westfälische 09.10.2010
Geheimnisvolle Psycho-Krankheit Autismus – Gefangen im Ich  Bild 09.10.2010

In vielen Beiträgen ist auch immer wieder von der Krankheit Autismus die Rede, an der die Betroffenen leiden, ebenso wie die Worte „behindert„, „gestört“ und „aggressiv“ sehr häufig im Vordergrund stehen.

Diese Wortwahl führt sicher nicht zu einem besseren Verständnis und mehr Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft, sondern schafft höchstens neue Vorurteile. Deutlich wird das auch immer wieder in zahlreichen Leser-Kommentaren. 

Fazit:

In der Berichterstattung über Autismus fehlt es allzu oft an einer sachlich-fundierten Recherche, aber auch am Einfühlungsvermögen der Verantwortlichen.

Ein Gedanke zu „Schlechte Wortwahl – Autismus in den Schlagzeilen

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