Gewalt an einer Förderschule gegen Asperger-Autisten

Nachdem über diesen Vorfall bereits in der letzten Woche mehrfach ausführlich in der Lokalpresse berichtet wurde, sendete der WDR gestern einen Bericht in der Lokalzeit Bergisches Land über die Gewalt gegen einen Asperger-Autisten an einer Förderschule in Wermelskirchen.

Aufgrund der Zeitungsartikel hat sich mittlerweile eine weitere Familie gemeldet, deren Sohn ebenfalls an dieser Schule gemobbt und körperlich attackiert worden ist – so schlimm, dass die Eltern ihren Sohn nicht mehr zum Unterricht schicken und nun auf der Suche nach einer geeigneten Schule für den siebenjährigen Jungen sind.

Zitat:

„Wir haben unseren Sohn nach den Sommerferien nicht wieder in die Pestalozzischule zurückgeschickt und werden das auch nicht mehr tun“, sagen Melanie und Jörg Stöcker. Denn auch ihr Sohn sei immer wieder angegriffen und verletzt worden, so wie sie es nun auch von dem 14-jährigen Jan gehört hätten. Nach Aussage der Stöckers sei sogar die Integrationshelferin, die Niklas für die Schule beigeordnet gewesen sei, mehrmals attackiert worden.

Quelle: Gewaltopfer wechseln jetzt aus Angst die Schule – RP-Online

Leider ist es so, dass die Vorwürfe der Gewalt gegen die autistischen Kinder von der Schulleitung zurückgewiesen werden. Es handele sich nur um gewöhnliche Rangeleien und nicht um Gewalt und körperliche Angriffe gegen behinderte Schüler.

So sind es wieder die Opfer, die aus Angst vor Repressalien, die Schule verlassen und vorerst zuhause bleiben, bis eine geeignete Schule gefunden wird, in der sie angstfrei lernen können.

Hier der Beitrag der Lokalzeit Bergisches Land, welcher im ersten Teil die Situation seitens der betroffenen Familien sowie eine Stellungnahme der Schulleiterin und im Anschluß daran eine Studiogespräch mit der Leiterin der Eltern-Selbsthilfegruppe zeigt:

Vorwürfe gegen Förderschule – WDR Lokalzeit Bergisches Land vom 21.09.2010

Advertisements

2 Gedanken zu „Gewalt an einer Förderschule gegen Asperger-Autisten

  1. Hallo !
    Ich bin der Andreas (36) und habe auch Asperger.
    Ich habe damals 5 mal die Schule gewechselt.
    Hätte ich damals gewußt, was Asperger ist ,hätte
    ich die Aggressivität der anderen vielleicht verstanden . Wer anders ist wurde und wird ausgegrenzt ,das ist zwar normal, aber mit ca 8 Jahren wo so alles anfing, tat es sehr weh. Gruß andreas

  2. Sowohl für Jan Norbisrath als auch für den anderen in den Artikeln über die Petalozzischule erwähnten Schüler sind Lösungen gefunden worden, so dass beide Kinder nach den Herbstferien wieder eine Schule besuchen können. Fraglich scheint mir allerdings, ob die GB-Schule eine zufriedenstellende Alternative für einen Asperger-Autisten sein kann.

    http://www.rp-online.de/bergischesland/wermelskirchen/nachrichten/Neubeginn-fuer-Mobbingopfer_aid_917176.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s