Jetzt weiß ich, warum …

… mein Sohn Asperger-Autist ist.
Wir wohnen in einer Stadt mit einer – statistisch belegten – hohen Niederschlagsmenge. Sprich, es regnet viel.

Wo da der Zusammenhang liegt?
Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht.
Aber Wissenschaftler der Cornell University in den USA wollen einen Zusammenhang zwischen Regenhäufigkeit und erhöhtem Autismusrisiko herausgefunden haben.
Kinder in Gegenden, wo es vergleichsweise häufig und viel regnet, hielten sich längere Zeit zuhause vor dem Computer auf. Vielleicht seien aber auch die Chemikalien im Regen dafür verantwortlich.
Im Augenblick handele es sich hierbei nur um eine Theorie, die nun näher zu hinterfragen und zu erforschen sei.

Demnach müsste es hier in einer Stadt mit einer Millionen Einwohnern und hoher Niederschlagsmenge von Autisten wimmeln.

Ich habe den entsprechenden Pressebericht kopfschüttelnd gelesen.
Mittlerweile tummelt sich die merkwürdige Theorie in sämtlichen Zeitungen und Medienberichten.

Was musste als mögliche Ursache für Autismus nicht schon alles herhalten.

Einmal war es Gefühlskälte bzw. zu wenig Liebe der Eltern, dann die Impfungen im Kleinkindalter. Auch Nahrungsmittelallergien sollten ein erhöhtes Autimusrisiko mit sich bringen.

Nun ist es der Regen.

Schön. Ich habe Regen nie gemocht. Vielleicht hätte ich damals, als ich schwanger war, auswandern sollen. Am besten in die Wüstenregion.
Ägypten war ja schon immer mein Lieblingsreiseziel.

Liebe Wissenschaftler,

eigentlich ist es für mich unerheblich, woher das Asperger-Syndrom kommt.
Mein Sohn hat es und wird sich mit diesem Anderssein arrangieren und es akzeptieren müssen, so, wie ich es längst getan habe.

Aber wenn es wirklich durch den Regen kommt, dann erfindet doch etwas, diesen einzuschränken auf eine lebensnotwendige Menge im Jahr. Ihr würdet mich und sicher noch viele andere Menschen damit sehr glücklich machen.

Etwas Wahres muss im Übrigen ja an der Theorie sein, denn schon der Film mit Dustin Hoffmann über das Leben eines Autisten hieß ja „Rain man“ .

Auch die Süddeutsche hat heute einen entsprechenden Artikel zum Thema veröffentlicht: Der Tag, an dem der Regen kam

Hier sind noch weitere Medienbeiträge zur Regentheorie:

pressetext austria – Regen in der Kindheit steigert Autismus-Risiko
science ORF – Autismus und Regen, muss alles in die Medien?

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